Orbit

Artikelnummer: 100301

Vielschichtiges Modul für innovative Klangformung.



Breite: 24 HP
Tiefe: 40 mm
Stromverbrauch +12V: 139 mA
Stromverbrauch -12V: 97 mA
Stromverbrauch +5V: 0 mA


** Beinhaltet 3mm Rackschrauben und 16-Pin zu 10-Pin Eurorack Stromkabel **

Orbit ist ein mächtiges Werkzeug, das jede Art von Wellenform in ein neues Sounddesign verwandelt. In Kombination mit einer beliebigen Klangquelle bietet dieses Modul alles für eine komplette spielbare Synthesizer-Stimme.


Features: 

  • Bitcrusher - mit invertierbaren und deaktivierbaren Bits
  • Harmonizer - mit bis zu 5 Sub-Oszillatoren
  • Multimode Filter - 12dB/Oct mit stufenlosem Fade zwischen LP/HP
  • Envelope Generator - mit LFO Funktion
  • Mixer - mit VCAs für DRY und WET
  • Input Mixer - mit VCAs
  • Alle Signalwege mit DC-Kopplung

Official Walkthrough:


BESCHREIBUNG

 

1) IN Input stage

Orbit hat zwei Eingänge, die über die Lautstärkeregler IN1 und IN2 summiert werden. Orbit ist für Audiosignale ausgelegt, es können aber auch Hüllkurven oder LFOs verarbeitet werden, da die Eingänge DC-gekoppelt sind. Der Eingangsmischer verwendet VCAs, so dass die Pegel von IN1~ und IN2~ per CV gesteuert werden können. Insbesondere für die CRSH-Sektion ist der Eingangspegel entscheidend für die Klangfarbe des Bitcrushers.

2) BASS Equalizer

Die BASS Sektion ist ein Ein-Knopf-EQ, der die Bassfrequenzen anhebt, wenn er nach rechts gedreht wird, und sie absenkt, wenn er nach links gedreht wird. Dies hat einen drastischen Einfluss auf den folgenden CRSH-Pegel und funktioniert besonders gut bei Perkussion, Bass-Sounds und Kick-Drums.

3) CRSH Bitcrusher

Der analoge Audioausgang des BASS EQ wird digital mit einer Abtastrate zwischen 50Hz und 38000Hz abgetastet. Die CRSH-Stufe interpretiert das analoge Signal als binäre Darstellung mit 8 oder 12 Bit und gibt das heruntergetastete Signal als Analogsignal aus. Als Besonderheit können einzelne Bits der Binärdarstellung invertiert oder stumm geschaltet werden. Dies führt zu einer subtilen bis drastischen Wellenformung und fügt dem Originalsignal Oberwellen hinzu, die jedoch immer ein Vielfaches der Grundfrequenz sind.

Die Abtastrate wird durch den RATE-Regler und die CV-Modulation bestimmt. Der CV-Eingang RATE verfügt über ein eigenes Potentiometer, um das eingehende Steuersignal mit einem positiven oder negativen Faktor zu multiplizieren.

Wenn SYNC aktiviert ist, ist die Abtastrate proportional zur ermittelten Grundfrequenz des summierten Eingangssignals. Der Parameter RATE folgt also der Tonhöhe des Eingangssignals. Das RATE-Potentiometer und der CV-Eingang haben weiterhin einen Einfluss auf die Abtastrate.

Mit den vier Schaltflächen MSB bis LSB können einzelne Bits der binären Darstellung des Audiosignals stummgeschaltet oder invertiert werden. Ein blauer Knopf zeigt an, dass das Bit normal verarbeitet wird. Ein roter Knopf zeigt an, dass das Bit invertiert ist. Wenn die LED der Taste dunkel ist, ist das entsprechende Bit stummgeschaltet, d.h. es wird immer als Null interpretiert und ignoriert. Klanglich hat dies einen ähnlichen Effekt wie das Invertieren des Bits, wenn auch nicht so drastisch.

Die betroffenen Bits können über die sekundäre Bedienebene von Orbit geändert werden, die durch Gedrückthalten von SYNC aktiviert wird. In der Standardeinstellung bestimmen die vier Knöpfe von CRSH die Interpretation der Bits 1-4. In der alternativen Einstellung beeinflussen die Knöpfe 1-4 die Bits 2, 3, 4 + 5 und 6 + 7 + 8. Die alternative Einstellung lässt den Bitcrusher weicher klingen.

Der volle Bitbereich wird von CRSH nur dann genutzt, wenn der Eingangspegel von CRSH hoch genug ist. In der sekundären Bedienebene von Orbit leuchtet die LED oberhalb des RATE-Potentiometers, ob der Eingangspegel von CRSH maximal ausgesteuert wird (Clipping). Die LED leuchtet auf, wenn der Eingang von CRSH den maximalen Audio-Eingangspegel des Analog-Digital-Wandlers von CRSH erreicht oder überschreitet, was bedeutet, dass der volle Bitbereich von CRSH genutzt wird. Niedrigere Eingangspegel bedeuten, dass nicht alle Bits verwendet werden und der Ausgang des Bitcrushers kantiger klingt.

4) HARM Oszillatoren

Die HARM-Sektion kann verwendet werden, um dem Audiosignal bis zu fünf Oszillatoren hinzuzufügen, wobei jeder Oszillator über ein eigenes Pegelpotentiometer verfügt. Diese Sektion ermöglicht es Ihnen, Akkorde, Geräusche etc. aus ansonsten einfachen Audiowellen zu erzeugen. Die zentrale Komponente von HARM ist die Messung der Grundfrequenz des eingehenden Audiosignals. HARM enthält fünf Rechteckwellen-Oszillatoren. Drei von ihnen sind auf feste Offsets von -12, 0 und +12 Halbtönen relativ zur gemessenen Frequenz f0 eingestellt. Zwei weitere Oszillatoren sind auf ?f + 0 und ?f + 12 Halbtöne eingestellt, wobei ?f mittels eines Potentiometers im Bereich von -12 bis +12 Halbtönen feinjustiert werden kann.

Optional können die Phasen der beiden Oszillatoren und synchronisiert werden zu Nulldurchgängen des Eingangssignals. Dieses Verhalten kann in der zweiten Bedienebene von Orbit aktiviert werden, auf die durch langes Drücken von SYNC zugegriffen werden kann (siehe "Quickstart").

Die Oszillatoren und können von der Rechteckwelle auf Rauschen mit zwei verschiedenen Wahrscheinlichkeitsfunktionen umgeschaltet werden. Dabei klingt wie weißes Rauschen während eine ungleiche Wahrscheinlichkeitsverteilung nutzt und dadurch mehr LoFi Charakter hat.

Orbit misst auch den Eingangspegel der eingehenden Signale digital. Wenn kein Eingangssignal vorhanden ist, werden die Oszillatoren von HARM abgeschaltet. HARM kann somit als eine Erhöhung des Eingangssignals angesehen werden. Tatsächlich hat die Form der Eingangssignale keinen Einfluss auf die Ausgabe von HARM, stattdessen werden Nulldurchgänge für die f0-Berechnung verwendet.

5) VCF Analoges Multimode Filter

Die Ausgangssignale der CRSH-, HARM- und BASS-Stufen werden in einer kleinen Mischersektion mit separaten Lautstärkepotentiometern summiert, bevor sie in den Filter eingespeist werden. Ebenso steht der externe Audioeingang FLTR~ zur Verfügung, durch den Signale auch direkt in den Filter gespeist werden können. Der Pegelregler des BASS-Stufenausgangs ist mit "BLEED" gekennzeichnet, da er das Durchsickern des sauberen Signals beschreibt. Der Mischer ermöglicht auch eine Verstärkung der gemischten Signale, was den VCF übersteuern kann und zu analogen Verzerrungen führt.

Orbit's Filter ist ein spannungsgesteuerter 12-dB/Oktave- und V/Oktave-Filter auf OTA-Basis, der gleichzeitig Tiefpass (LP), Hochpass (HP) und Bandpass (BP) ausgibt. Diese können mit den entsprechenden Buttons aktiviert und auch parallel genutzt werden. Tiefpass und Hochpass werden mit der gleichen Taste aktiviert, wobei das FADE-Potentiometer nahtlos zwischen LP und HP überblendet. Wenn FADE ganz links steht, wird nur der Tiefpass dem Ausgang des Filters zugeführt, und je weiter man nach rechts dreht, desto mehr Hochpass wird hinzugefügt. Wenn sich FADE in der Mittelstellung befindet, sind die Pegel von LP und HP gleich. Der Parameter FADE kann auch über den CV-Eingang spannungsgesteuert werden.

Wie bei VCFs üblich, können die Grenzfrequenz FRQ und die Filterresonanz RES mit einem Potentiometer eingestellt werden. Der FRQ Parameter hat ebenso zwei CV-Eingänge FRQ und FM, wobei FM ein zusätzliches Regelpotentiometer besitzt, um die eingehende CV mit einem positiven oder negativen Faktor zu multiplizieren. Wenn RES ganz nach rechts gedreht wird, arbeitet das Filter in Selbstoszillation und gibt eine Sinuswelle aus, die auch als Oszillator verwendet werden kann. Der integrierte Hüllkurvengenerator und die Ausgangs-VCA's von Orbit sind so ausgelegt, dass das Filter auch zur Erzeugung analoger Kick-Drums verwendet werden kann.

6) ENV Hüllkurven- und LFO-Generator

Orbit beinhaltet eine 12-bit Hüllkurve mit Attack (ATT) und Release/Decay (REL) Potentiometern. Da die Hüllkurve digital erzeugt wird, sind sowohl sehr schnelle als auch extrem langsame Einstellungen möglich. 

Drei Modi sind verfügbar: Im AD-Modus wird die Hüllkurve durch eine steigende Flanke des 5V-Gate-Signals am TRIG-Eingang getriggert. Das Ausgangssignal steigt während der Attack-Phase linear an und fällt während der Decay-Phase exponentiell ab. Im AR-Modus (Attack Release) bleibt die Hüllkurve auf ihrem maximalen Pegel und geht in die Release-Phase über sobald das Gate-Signal wieder auf 0V abfällt. Im FLW-Modus folgt die Hüllkurve der Amplitude des Eingangssignals, wobei ATT und REL bestimmen, wie schnell oder langsam die Hüllkurve folgt. TRIG hat im FLW-Modus keine Wirkung. 

Die zweite Bedieneben von Orbit ermöglicht die Aktivierung der LFO-Modi für AD- und AR-Modus, bei denen sich die Hüllkurve immer wieder neu triggert. Wenn der LFO aktiviert ist, setzt eine steigende Flanke am TRIG-Eingang im AD-Modus die Phase der Hüllkurve auf den Beginn von Attack und 0V zurück. Im AR-Modus bleibt die Hüllkurve nur so lange aktiv, wie das Eingangssignal am TRIG-Eingang logisch High ist.

ENV wird bereits intern auf die Cutoff Frequenz FRQ des Filters geroutet. Der ENV-Regler wendet die Hüllkurve mit einem positiven oder negativen Faktor auf FRQ an. Signal-LEDs zeigen den ENV-Pegel sowie die Richtung und den Betrag an, mit dem ENV auf das Filter angewendet wird. Zusätzlich steht ENV an der entsprechenden Ausgangsbuchse mit einem Spannungspegel von 0-8V zur Verfügung. 

7) OUT Ausgangsstufe

Der Ausgang von Orbit besteht aus einer Mischung von DRY- und WET-Signalen, wobei WET den Ausgang des Filters beschreibt und das DRY-Signal die unverarbeitete Summe von IN1~ und IN2~ bezeichnet. Die Pegel von DRY und WET werden separat mit den entsprechenden Potentiometern eingestellt. DRY und WET sind als spannungsgesteuerte Verstärker mit einem CV-Eingang ausgeführt, so dass die Ausgangsmischung auch über CV moduliert werden kann. Die Ausgänge HARM und CRSH sind auch auf separaten Ausgangsbuchsen verfügbar.



Hier geht's zur offiziellen MUFF WIGGLER Diskussion.

How To: Firmware Update



Quickstart

A quickstart guide with signalflow and second user layer description. Also included as printed document with the module.

PDF
Quickstart

Firmware V2

Bugfix: Eliminiert das Aufhängen des Moduls in seltenen Fällen beim Patchen mit aktiviertem SYNC-Modus

Änderung: Niedrigerer Wertebereich von RATE bei aktiviertem SYNC-Modus für musikalischere Ergebnisse

Firmware V2

Firmware V1

Firmware Erstversion

Firmware V1